Canile Primavera

Canile Primavera

Das Tierheim entstand Anfang der 2000er-Jahre in einer Zeit, in der in Sardinien verstärkt Maßnahmen gegen das Problem streunender Hunde eingeführt wurden. Die öffentliche Hand stellte damals finanzielle Mittel zur Verfügung, um die Unterbringung und Versorgung herrenloser Tiere sicherzustellen. In den ersten Jahren wurde das Tierheim von der Gemeinschaft „Primavera“ unter der Leitung des Jesuitenpriesters Padre Giacomo geführt.

Aufgrund der hohen Zahl streunender Hunde stieg die Belegung des Tierheims innerhalb kurzer Zeit extrem stark an. Zeitweise lebten dort mehr als 650 Hunde. Die ursprünglich vorhandenen Bereiche reichten nicht mehr aus, weshalb zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten geschaffen wurden. Die Situation stellte das Tierheim organisatorisch und finanziell vor große Herausforderungen. Unter den damaligen Bedingungen konnten Versorgung, medizinische Betreuung und allgemeines Tierwohl nicht immer in ausreichendem Maß gewährleistet werden.

Im Laufe der Jahre engagierten sich zunehmend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich für bessere Haltungsbedingungen und eine stärkere Kontrolle der öffentlichen Mittel einsetzten. Gleichzeitig wuchs das Bewusstsein in den beteiligten Gemeinden für die Bedeutung eines modernen und verantwortungsvollen Tierschutzes.

Einen entscheidenden Wendepunkt markierte schließlich die Übernahme der Leitung durch Silvia Pintus. Mit ihrem Engagement begann eine umfassende Neuausrichtung des Tierheims. Schritt für Schritt wurden die Bedingungen für die Tiere verbessert, die tierärztliche Versorgung ausgebaut und stärker auf das Wohlbefinden der Hunde geachtet. Auch die Zusammenarbeit mit Freiwilligen und Gemeinden entwickelte sich zunehmend positiv.

Trotz dieser wichtigen Fortschritte bleibt die Situation bis heute schwierig. Nach wie vor müssen regelmäßig viele neue Hunde aufgenommen werden, wodurch das Tierheim kontinuierlich an seine personellen, organisatorischen und finanziellen Grenzen stößt. Die Versorgung, medizinische Betreuung und Unterbringung einer so großen Zahl von Tieren erfordert dauerhaft erhebliche Unterstützung.

einer der 3 Bereiche in  denen die Hunde untergebracht sind
einer der 3 Bereiche in denen die Hunde untergebracht sind
Eingang zum mittleren Teil des Caniles
Eingang zum mittleren Teil des Caniles
Links und rechts die kleinen Gehege und  ein Auslauf für die Hunde
Links und rechts die kleinen Gehege und ein Auslauf für die Hunde
eine große Anlage sauber zu halten bedeutet sehr viel Arbeit
eine große Anlage sauber zu halten bedeutet sehr viel Arbeit

Als wir vor einem Jahr um Hilfe gebeten wurden und uns vor Ort ein Bild der Situation machen konnten, haben wir uns entschieden nicht NEIN zu sagen und zu helfen. Ziel ist es nicht nur, Hunde durch Vermittlungen in ein neues Zuhause zu bringen, sondern das Tierheim insbesondere auch durch praktische und logistische Unterstützung nachhaltig zu entlasten. Dazu gehören unter anderem Hilfe bei Transporten, bei der medizinischen Versorgung u.a. mit Maßnahmen zur Parasitenprophylaxe sowie die Unterstützung der täglichen Abläufe vor Ort. Auf diese Weise soll langfristig dazu beigetragen werden, die Lebensbedingungen der Tiere weiter zu verbessern und die Arbeit des Tierheims wirkungsvoll zu unterstützen. Canile Europa - Dezember 2015 Eine besondere Verpflichtung sehen wir auch darin, den Hunden zu helfen, die früher im berüchtigten Canile Europa untergebracht waren. Sie haben die Hölle durchlebt, und einige dieser Hunde sind jetzt im Canile Primavera untergebracht. Der Eindruck, den wir damals bei durchaus riskanten Filmaufnahmen vom Canile Europa gewonnen haben, wurde durch die entsprechenden behördlichen Maßnahmen bestätigt – alle Hunde wurden beschlagnahmt. Hier eine kurze Videosequenz vom Dezember 2015, die die unsäglichen Haltungsbedingungen erahnen lässt! Das Canile Primavera ist so wie viele Canili auf Sardinien überfüllt, die Helfer sind am Limit und viele der Hunde haben bereits die Hölle des berüchtigten „Canile Europa“ durchlebt. Bitte spenden Sie jetzt über PayPal oder Twingle, damit wir diesen verzweifelten Tieren Futter, medizinische Hilfe und ein Stück Würde zurückgeben können. Jeder Euro zählt in diesem Kampf gegen das Leid.

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